MakingOf | Dokumentation zur Ausstellung 'mortem parturio' | Ancz É. Kokowski


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Diese Dokumentation vermittelt einen Eindruck davon, wie im Einzelnen die Serie 'mortem parturio' der Künstlerin Ancz É. Kokowski entstanden ist. Sie gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Phasen, sich diesem Projekt zu nähern, und es schließlich umzusetzen bis hin zur fertigen Ausstellung im Herbst 2007.

Vorangestellt sei ein Auszug aus dem Begleittext zur Ausstellung im Kunsthaus Tacheles Berlin 2007:

 


 

 

 

- mortem parturio -

 

... Vor achtzig Jahren, im Januar 1927, wurde der Film ‚Metropolis’ von Fritz Lang in Berlin uraufgeführt; ... Grundlage war der von Thea von Harbou (Lang und Harbou waren verheiratet) geschriebene gleichnamige Roman und das von ihr daraus entwickelte Drehbuch. Während der Dreharbeiten arbeiteten sie eng zusammen. Der Film ging schließlich als eine der wichtigsten Arbeiten dieser Zeit, dessen, was die Moderne schließlich unter anderem begründete und charakterisiert, in die Filmgeschichte ein. Er war Vorlage und Inspiration für ungezählte künstlerische Bearbeitungen und Auseinandersetzungen in der Folge. Erinnert sei hier z.B. an den Film ‚Blade Runner’ (Regie: Ridley Scott).

Ancz É. Kokowskis Serie von Tafelbildern ‚mortem parturio’, entstanden in den Jahren 2006 und 2007, nimmt sich sowohl des Buchs sowie des Films ‚Metropolis’ an, als auch der geistigen Urheber Thea von Harbou und Fritz Lang. Grundlage für die künstlerische Betrachtung war das Buch ‚Masse und Macht’ von Elias Canetti. Entstanden ist so eine Serie, deren einzelne Arbeiten aus vielschichtigen Blickwinkeln den Betrachter gefangen nehmen ... . So machen die zerschmetterten Glocken, die tatsächlich als Mahnmal ‚dem Gedenken aller Toten fern der Heimat’, am Boden der Gedenkkappelle der Marienkirche in Lübeck (südlicher Turm), gewidmet sind, in der Arbeit ‚glesordes’ ... nicht nur neue Konnotationen möglich, sondern bilden darüber hinaus gleich eine ganze Fülle an weiteren Bezugspunkten zu Buch, Film und Urhebern. Andere Arbeiten beschäftigen sich wiederum, für Ancz É. Kokowski typisch, mit dem, was verbal unbenannt bleiben muß. So fließen Gedanken über Hybris, Gewalt und Sexualität, sowie die Unvereinbarkeit sich ausschließender Paradigmen mit in ihre Arbeit ein und werden Thema. Bild für Bild ergibt sich so ein farbgewaltiges Kaleidoskop, dessen Spiegelungen und Brechungen stets neue Ebenen und Sichtweisen eröffnen auf das unveränderliche Tatsächliche vor der Linse. Dabei sorgen die bisweilen sehr kühl temperierten Blautöne für eine nachhaltige und packende Betrachtung, die den Betrachter emotionalisiert.

Ancz É. Kokowski ist es mit der Serie ‚mortem parturio’ gelungen, den Stoff, aus dem ‚Metropolis’ entstanden ist, aus dem er gewoben wurde, wieder in das Bewußtsein zurückzuholen, und bietet dabei eine gelungene und faszinierend ungewohnte Draufsicht auf Werk, Inhalt und Urheber. …

 

pm, 2007

 
 

Auszug Begleittext, 2007

 

 

 

Dokumentation:

Nach der Auseinandersetzung mit dem Film 'Metropolis' (1927) von Fritz Lang und dem gleichnamigen Roman (1926) von Thea von Harbou, nähert sich die Künstlerin in einer ersten Phase dem Thema für sich, in dem sie für eine erste Skizzierung einzelne Filmstills bearbeitet.

 

  filmstill1 | kokowski  
  Filmstill, digitale Collage, 2006

 

 

 

  filmstill2 | kokowski  
  Filmstill, digitale Collage, 2006  

 

 

Parallel dazu entsteht ein umfangreiches Skizzenbuch, das sich einzelner Sequenzen und Motive des Films widmet, um sich thematisch zu präzisieren.

 

  metropolis skizzennbuch | kokowski metropolis skizzennbuch | kokowski
  Auszug Skizzenbuch 'Metropolis',
Bleistift auf Papier, 2006
 

 

 

In einer zweiten Phase steht die Suche nach Motiven und Impressionen zur Entwicklung des Projektes im Vordergrund. Dabei ergeben sich bereits erste Stimmungen und Kompositionen einzelner Details der späteren Serie.

 

  mortem parturio motiv1  | kokowski mortem parturio motiv2  | kokowski
  Motive und Impressionen,
digitale Fotographien, 2005/6
 

 

 

Schließlich konkretisieren sich erste Entwürfe, Zeichnungen und Vorlagen für die Arbeiten der Serie.

 

  mortem parturio motiv3  | kokowski  
  erste Entwürfe,
digitale Collagen und Zeichnungen, 2006
 

 

  mortem parturio vorlage1 | kokowski mortem parturio vorlage3  | kokowski
  Vorlagen,
Bleistift auf Papier, 2006
 
     

 

  mortem parturio vorlage monet  | kokowski    

Vorlage 'Monet',
z.T. digitale Collage, 2006

 

 

Später, als die einzelnen Vorlagen bereits erstellt und umfangreiche Entwürfe entstanden sind, beginnt die Arbeit im Atelier.

 

  atelier | kokowski  

Atelier, 2006

 

 

 

     
 

 

 
   

 

Phasen,
2006-2007

 

 

Ausstellung im Kunsthaus Tacheles Berlin.

 

 
   
 
   
 

 

 

Einträge im Gästebuch.

 

   

 

 

 

 

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